Chronik

Ferdinand Haaken

Ferdinand Haaken, selbst Vater eines schwerst mehrfachbehinderten Sohnes, hatte mit seinem Engagement maßgeblichen Anteil daran, dass der Verein gegründet wurde. Ihm gelang es, Kontakt zu anderen Eltern mit behinderten Kindern aufzunehmen. Es reifte der Gedanke, sich zu einer Interessengemeinschaft zusammen zu schließen. Im Oktober 1969 wurde dieser Gedanke in die Tat umgesetzt. Auf der Gründungsversammlung wählten die Mitglieder Ferdinand Haaken zum ersten Vorsitzenden des unter dem damaligen Namen „Verein zur Förderung spastisch Gelähmter und anderer Körperbehinderter im Kreis Soest e. V.“ neu entstandenen Zusammenschlusses. Als wichtigste satzungsmäßige Ziele wurden das Informieren der Mitglieder in behindertenrelevanten Fragen, das bereithalten von Therapieangeboten und die Interessenvertretung Betroffener und deren Angehörigen festgelegt.

Besonders in den ersten Jahren war es für die Mitglieder vor Ort wichtig, durch den Verein mit wichtigen Informationen in Behindertenfragen versorgt zu werden. Als Therapieangebote wurden schon bald nach der Gründung Reiten und Schwimmen ins Leben gerufen. Als drittes Therapieangebot kam 2003 die Rollstuhlsportgruppe hinzu. Im Freizeitbereich entstand im März 2009 das jüngste „Kind“ des Vereins. Es gründete sich ein offener Treff für jugendliche mit Handicap.

Rollstuhlsport

Der Verein lädt seine Mitglieder zu gemeinsamen Aktivitäten wie z. B. Ausflügen, einem Kegelnachmittag oder der jährlichen Weihnachtsfeier ein.
Der Verein hat in den vergangen vierzig Jahren zwei Mal einen runden Geburtstag gefeiert. 1989 feierte man in gemütlicher Runde den 20. Geburtstag in der Gaststätte „Schüerhoff“ in Ruploh. 10 Jahre später lud man zu einem großen Sommerfest rund um die Gaststätte „Zum fidelen Bauern“ in Soest ein.
1996 beschlossen die Mitglieder in Anlehnung an den Bundes- und Landesverband, den Vereinsnamen in „Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Kreis Soest e. V.“ zu ändern.

Die Aktivitäten in den vergangenen Jahren wurden durch Mitgliedsbeiträge, Zuschusse und Spenden finanziert. Neben den finanziellen Mitteln war und ist viel ehrenamtliches Engagement für eine erfolgreiche Vereinsarbeit erforderlich. Einen großen Anteil hieran hat Gabriele Stork.

Gabriele Stork

Von 1980 bis 1999 hat sie 12 Jahre als 1. Vorsitzende und 7 Jahre als stellvertretende Vorsitzende maßgeblich die Geschicke des Vereins mitbestimmt. Unter ihrer Regie gelang es, Betroffene in die Vorstandsarbeit einzubeziehen. Heute lenken die Kinder der Gründerzeit die Geschicke des Vereins selbst. Aktuell wird versucht, ein Wohnprojekt zu realisieren. Geplant ist, dabei mitzuhelfen, dass ein Haus für 8 bis 10 Parteien gebaut wird, in dem behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinschaftlich wohnen können.